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Unternehmen · Geschichte · Anfangsjahre

Die ersten Jahre: Ideen- und Einfallsreichtum waren gefragt

Wie alles begann
Dr. Willy Demuth, der von seinem Vater das unternehmerische Denken gelernt hatte, gründete 1925 in seinem Heimatort Katlenburg inmitten der familiären Obstplantagen einen Fruchtsaftbetrieb und gab ihm seinen Namen: Dr. Demuth. Nicht immer geplant, entwickelte sich so mancher Apfelsaft im Fass weiter und begann zu gären. Vor die unternehmerische Aufgabe gestellt, was mit dem so entstandenen neuen Produkt zu tun sei, wurde der erste Katlenburger Apfel-Schaumwein entwickelt. Nachdem dieses neue Produkt in kürzester Zeit große Verkaufserfolge feiern konnte, witterte der engagierte junge Unternehmer auch in der Herstellung von Weinen aus anderen Früchten und Beeren weitere Chancen. So wurde schon bald ein breites Sortiment an Schaumweinen und Weinen aus diversen Früchten sehr erfolgreich vermarktet.

Erdbeer-Sekt
Schäumender Erdbeerwein war 1927 eine weitere Innovation und prägt das Unternehmen noch heute. Fast vierzig Jahre war »Erdbeer-Sekt« ausschließlich ein Katlenburger Erzeugnis. Obwohl dann auch viele andere Sektkellereien das große Geschäft mit dem schäumenden »Kultgetränk« witterten, konnte die KATLENBURGER Fruchtweinkellerei ihre führende Marktstellung behaupten, da schon damals sehr stark auf Qualität und Markenführung geachtet wurde. Mittlerweile ist zwar die Bezeichnung »Sekt« für Frucht-Perlweine verboten, doch auch als Erdbeer-Perlwein hat er viele Liebhaber.

Freiverkäufliche Arzneimittel

Dr. Willy Demuth war mit einer ideenreichen jungen Ärztin verheiratet und auch sie erwies sich als »Innovationsmotor«: Das Studium alter Schriften und die Erforschung von Naturheilmitteln führten zur Testverarbeitung von Weißdornbeeren. Marie Demuth entwickelte eine Rezeptur auf Basis dieser Pflanze voller natürlicher Wirkstoffe und nannte das Elixier »Catlenburger Clostertrunk«. Die medizinische Forschung erwies der Ärztin einen guten Dienst, denn der Weißdornbeere (Crataegus oxyacantha) wurden schon vor 1940 positive Wirkungen auf das menschliche Herz attestiert. Ohne teure Werbung wurde der Clostertrunk im ganzen Land bekannt. Selbst die Lazarette forderten das Heilmittel an, so dass die Firma zum »Wehrwirtschaftsbetrieb« erklärt wurde und so ihre Existenz während der Kriegsjahre erhalten konnte.

KATLENBURGER Produkte – wertvoll auf dem Schwarzen Markt

Auch die schweren Nachkriegsjahre haben die Geschichte der Fruchtweinkellerei geprägt. Da es für Geld nichts zu kaufen gab, für Fruchtweine jedoch viel geboten wurde, entwickelte sich der Ort, vor allem aber die »Pförtnerstube« des Familienunternehmens, zum Zentrum ideenreicher Tauschaktivitäten. Der Pförtner nahm Waldbeeren, Gartenfrüchte, aber auch ein paar Stiefel oder einen Kochtopf entgegen und gab im Gegenzug Fruchtwein aus. Andere, die ebenfalls Beeren brachten, aber keinen Alkohol wollten, nahmen den Kochtopf und die Stiefel wieder mit. Katlenburger Fruchtweine wurden zur einer Art »Ersatzwährung« Norddeutschlands. An diesem ungewöhnlichen Phänomen waren bald auch Künstler interessiert. Der umtriebige Unternehmer gründete mit ihnen im Handumdrehen ein kleines Theater in der Ortsmitte. Plötzlich wurde in Katlenburg nicht nur »eine Währung« abgefüllt, sondern auch Theater von berühmten Künstlern aufgeführt. Viele Geschichten aus jener Zeit werden noch heute in den Katlenburger Wohnstuben erzählt.



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 3. Teil: Die 2000er